Tipps für den Umgang mit Akkus und Batterien

Lassen sich sie sich kombinieren?

Nein! Verwenden Sie immer nur Akkus oder Batterien der gleichen Leistungsklasse, des gleichen Typ und desselben Herstellers. Nur das gewährleistet eine hohe Zuverlässigkeit und Lebensdauer des Akku-Packs.

Können Batterien aufgeladen werden?

Grundsätzlich nicht. Nur wiederaufladbare Akkus, die ausdrücklich als solche gekennzeichnet sind, können aufgeladen werden.

Was gibt es für Batterien ?

Die wichtigsten Batterien, die im Haushalt verwendet werden, sind: Alkali-Mangan-Batterien, Zink-Kohle-Batterien, Lithium-Batterien.

Welche Batterie für welches Gerät ?

Wer auf Gesamtwirtschaftlichkeit achtet, ist mit Alkali-Mangan-Batterien am besten bedient. Diese halten bis zu siebenmal länger als Zink-Kohle-Batterien. Außerdem sind sie höher und länger ohne großen Spannungsverlust belastbar und bieten minimale Selbstentladung.

Lithium-Batterien kosten mehr als Alkali-Mangan-Batterien, leisten aber deutlich mehr. So hält eine Lithium-Zelle bis zu dreimal, bei Kälte bis zu sechsmal länger durch als Alkali-Mangan-Batterien.

Nur wer auf den Kaufpreis schaut, ist auf den ersten Blick mit Zink-Kohle-Batterien am besten beraten. Die Kosten sind ungefähr halb so hoch wie die der Alkali-Mangan-Batterien. Je nach Anwendung halten Sie jedoch nur einen Bruchteil der Zeit, die Alkali-Mangan-Zellen schaffen.

Was sind Akkus ?

Der Begriff Akku kommt von Akkumulator und bedeutet Sammler. Der Akku besteht aus Zellen, die aufgrund Ihrer chemisch-physikalischen Eigenschaften in der Lage sind, elektrische Energie zu sammeln und wieder abzugeben.

Welche Akku-Technologien gibt es ?

Die gängigsten Akku-Technologien sind Nickel-Cadmium-Akkus (Ni-Cd), Nickel-Metall-Hydrid-Akkus (Ni-MH) , Li-Ion-Akkus und Blei-Akkus. Ni-Cd ist das am weitesten verbreitete System, jedoch mit deutlichen Nachteilen. Ni-MH ist die in vielerlei Hinsicht fortschrittlichere Technologie. Li-Ion ist die jüngste Technologie.


Wartung, Bedienung und Garantie von wartungsfreien Bleiakkumulatoren

Allgemeine Hinweise zur Wartung, Bedienung und Garantie von wartungsfreien Bleiakkumulatoren

Installation

Falls der Akku nicht sofort aufgestellt werden kann, lagern Sie ihn in einem kühlen, sauberen und trockenen Raum. Akkus werden geladen geliefert und müssen vor der ersten Anwendung, je nach Ruhespannung/ Selbstentladung des Akkus eine Ergänzungsladung –bis zu 144 h- erhalten. Bestes Laden bei ca. 20-25 °C Umgebungstemperatur Bei saisonbedingter Anwendung – vor dem Lagern mindestens 12h laden

Lagerzeit: bei 20°C / ca. 12 - 18 Monate

Nach 6 monatiger Lagerung aufladen! Verwenden Sie nur geeignete Ladegeräte. Achten Sie darauf, dass keine Kurzschlüsse durch versehentliches Fallenlassen oder Legen von Metallgegenständen auf die Zellenpole entstehen. Kabel-Anschlüsse müssen fest und mit Polfett bedeckt sein.

Erstmaliges Laden

Die Akkumulatoren sind vor dem ersten Gebrauch, nach Herstellervorschrift und/ oder Bedienungsanleitung, zu laden – Ergänzungsladung- ( nicht notwendig bei Einbau in USV ), um den Kapazitätsverlust während der Lagerung auszugleichen. Diese Ladung kann bis zu 144 Stunden dauern. Mit Standard- Ladegeräten mit IU oder IUoU- Abschaltung ist der Akku nach Herstellervorschrift (meist mindestens 12 h) zu laden.

Im Betrieb den Akku nicht tiefentladen- er könnte sonst irreversibel geschädigt werden (bei Zell-Kurzschluss den Akku keinesfalls weiter verwenden).

Nach Tiefentladung ist der Akku mindestens 48h zu laden.

Inspektion und Wartung

Bei zyklischer Anwendung so oft wie möglich nachladen.
Um Probleme während des Betriebes des Akkus zu minimieren, wird empfohlen, regelmäßig in Abständen von 6 Monaten den Akku einmal mit einem Kapazitätstest zu entladen und voll wiederaufzuladen. Dieser Test ist für evntl. Forderungen mit den entsprechenden Daten nachzuweisen.

Gebrauchsanweisung für Motorradbatterien

1. Einbau

- Vor dem Einbau oder Außerbetriebsetzung (Winterpause), muss die Ruhespannung (Spannung der Batterie die min. 4 Stunden KEINE Ladung erhalten hat) überprüft werden.
- Bei Spannung unter 12,5V sollte die Batterie nachgeladen werden (siehe 3. Nachladen).
- Ist die Spannung höher 12,5V kann die Batterie in das Fahrzeug eingesetzt werden.

2. Anklemmen - Abklemmen

- Immer zuerst den Pluspol danach den Minuspol anklemmen.
- Abklemmen in umgekehrter Reihenfolge,  zuerst den Minuspol und danach den Pluspol abklemmen.

3. Nachladen

- Wir empfehlen, für alle Arten von Bleibatterien (Nass Säure, AGM, GEL) ausschliesslich geregelte Ladegeräte die für AGM- und GEL-Batterien zugelassen sind.  Unser Tipp: 4LOAD ChargeBox 0.8
- Die Leistung des Ladegerätes sollte optimal 15% der Kapazität der Batterie entsprechen, maximal bis zu 30% ( optimal10Ah Batterie - Ladestrom Ladegerät 1,5A).
- Zu hohe Ladeströme können speziell bei AGM- und GEL- Batterien zu dauerhafter Schädigung der Batterie führen, welche die Gewähleistungspflicht erlöschen lässt.

4. Lagerung

- Bei Überwinterung des Fahrzeuges und damit Lagerung der Batterie muss die Ruhespannung mindestens 12,6V betragen. Sollte die Spannung geringer sein, ist die Batterie nachzuladen.
- Die Spannungswerte sind mindestens alle 2 Monate zu überprüfen.
- Ohne Kontrolle kann die Batterie durch die unvermeidbare Selbstenladung (chemisch bedingt) eine zu geringe Spannung erreichen, was den Exitus der Batterie bedeuten kann. Das Sulfatieren ist chemisch bedingt,
ist nachweisbar und wird als Reklamationsgrund nicht anerkannt.

 

Einsatz von Starter- und Versorgungsbatterien im Boots- oder Campingbereich

Starter- und Versorgungsbatterien sind für grundverschiedene Anforderungen geschaffen, sind konstruktiv anders aufgebaut und nur für den jeweiligen Zweck zu betreiben (eine Versorgungsbatterie kann jedoch auch als Starterbatterie eingesetzt werden).
Starterbatterien sind zur Versorgung der  zusätzlichen Elektrik ( z.B. Licht, Kaffeemaschine, TV und Radio oder Kühlschrank) völlig ungeeignet, nach spätesten 40 Zyklen ( volle Entladung und Ladung) wird die Batterie verbraucht sein.
Eine Versorgungsbatterie die zu 100% entladen wird erreicht eine Zyklenanzahl von ca. 300 - 400, wird diese Batterie jedoch nur mit mit 50% entladen erreicht man bis 800 Zyklen. Bei gar nur 30% Entladung ist eine Zyklenanzahl von etwa 1800 erreichbar. Deshalb Versorgungsbatterien nicht zu knapp bemessen.

Generell ist es so, wie bei allen Einsätzen von Versorgungsbatterien (Nass Säure, AGM, Gel), dass die Entladungschlusspannung nicht unterschritten werden darf. Ich empfehle eine Kapazitätsreserve der Versorgungsbatterie von mindestens 30%. Das bedeutet, dass den Batterien nur 65% - 70% Kapazität im Normalfall entnommen wird, sonst besteht die Gefahr, dass die Batterien in die Tiefenentladung kommt. Tiefenentladung ist für alle Batterien zu vermeiden, da dies zu irreparablen Schäden führt, bis hin zum totalen Ausfall.
Da die Batterie nur ein Speichermedium ist, muss jeder Strom der entnommen wird auch zu 100% wieder zugeführt werden, um immer einen annähernd vollen Ladezustand zu garantieren.

Nur in diesem vollen Ladezustand ist Ihre Batterie auch für eine lange Zeit lebensfähig!
Halten Sie Ihre Batterie immer auf einem 80% - 100% Ladeniveau!

Das jedoch größte Problem für die Batterie sind lange Standzeiten während der Ruhephase des Bootes/ Wohnmobil. Auch wenn Ihre Batterie nicht genutzt wird, läuft in dieser Zeit ständig ein chemischer Prozess ab, der auch einen geringen Strom verbraucht und eine langsam Entladung verursacht.
Eine voll geladene Batterie bewegt sich in einer Ruhespannung von 12,54 Volt - 12,78 Volt, alles was darunter liegt ist eine teilgeladene oder gar entladene Batterie. Ab 11,90 Volt befindet die Batterie sich bereits in der Tiefentladung, was einen totalen Schaden verursachen kann.

Demontage

Der Akku darf nicht auseinandergenommen werden.

Entsorgung / Recycling

Verbrauchte oder beschädigte Akkus müssen der Wiederverwertung zugeführt werden.

Akkus aus Sicherheitsgründen nicht in einem luftdicht verschlossenen Behälter oder Container benutzen

Bleiakkus weisen ein Sicherheitsventil auf, welches sich öffnet im Falle eines abnormalen Anstiegs des Akku-Innendrucks. Entstehende Gase können somit freigesetzt werden. Das Ventil schließt selbsttätig, sobald sich der Innendruck stabilisiert.

Den Akku sauber halten

Den Akku mit einem trockenen oder, wenn notwendig mit einem feuchten (nur in Wasser getränkten) Tuch abwischen.

Garantie

Je nach Anwendung und Akkutype beträgt die Garantie 6 – 24 Monate.

Für Akkus im Sport-, Freizeit-, Hobby- Bereich u. ä. beträgt die Garantie 6 Monate. Die Garantie auf Akkus erlischt bei techn. Geräten in oder an denen keine Schutzvorrichtungen ( z. B. Tiefentladungsschutz, Sicherung gegen Kurzschluss), gegen Fehlbedienung installiert sind. Längere oder mehrmalige Tiefentladung können den Akku, selbst nach kürzerer Gebrauchsdauer, irreversibel schädigen.

Kein Garantieanspruch besteht bei falscher Ladetechnik, bei falscher Anwendung sowie bei mechanischen und anderen Beanspruchungen für die die Akkutype nicht geeignet ist. Für zugesicherter Eigenschaften techn. Geräte von Drittherstellern in denen Akkus verwendet werden übernehmen wir– ausser im Rahmen der typischen Akkudaten- keine Garantie.

 

Sollten Sie nicht sicher im Umgang mit Bleiakkus sein, setzen Sie sich unbedingt  VOR der Anwendung mit uns in Verbindung. Wir beraten Sie gerne.

Für spezielle Informationen bitte Unterlagen erfragen oder E-Mail an "info(at)battery-service.de".